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Maya Ongaku (JAP) Topsy Turvy (Wien) Laundromat Chicks (Wien)

Maya Ongaku (JAP) Topsy Turvy (Wien) Laundromat Chicks (Wien)

Freitag 18.September | Beginn: 20:00

Maya Ongaku (JAP):

50 Kilometer südwestlich von Tokio hat sich die Gruppe in Fujisawa zusammengefunden, in den Küstengemeinden, die Enoshima umgeben, eine kleine Insel mit laut Zensus so vielen Einwohner*innen, wie es Tage im Jahr gibt. Im Japanischen ist ongaku das Wort für Musik. „Maya“, die andere Hälfte des Bandnamens, bezieht sich nicht etwa auf eine vergangene mittelamerikanische Zivilisation. Vielmehr, verrät die Band-Biografie, handelt es sich um ein „Kunstwort, das für die vorgestellte Aussicht außerhalb des eigenen Blickfeldes steht“. Personell verstehen sich Maya Ongaku als Kollektiv, wobei ihre Veröffentlichungen bislang in derselben Trio-Besetzung entstanden. Diese umfasst Tsutomu Sonoda (Gesang, Gitarre), Ryota Takano (Synths, Schlagwerk) und Shoei Ikeda (Bass), die außer ihren Hauptinstrumenten alles Mögliche spielen, was den Songs eben gut tut.

Es wäre leicht, aber etwas bequemlich, den Sound der Band als „psychedelisch“ einzuordnen. Vor allem klingt die Band zugleich konsistent und immer wieder anders. Mal ist ihre Musik meditativ, mal krautig ausufernd, mal weird-folkig oder einer Strandumgebung angemessen entspannt-poppig. Sonoda beschreibt die Herangehensweise der Band als shizen hassei, was so viel wie „spontane Entstehung von Lebewesen aus unbelebter Materie“ bedeutet. Diesen Prozess ermöglicht der Zufluchtsort, den sich die Band in Form des Ace General Store erschaffen hat. Dort verkaufen sie Vinyl und Textilien, aber es ist auch ein lokaler Gemeinschaftsort, ein Salon und ein Aufnahmestudio. Der Track Maybe Psychic entstand in einer Jam-Session, als die Band auf Europa-Tour war. Der Groove erinnert zugleich an Reggae und „Soon Over Babaluma“ von Can. Diese minimalistische Basis durchwehen Hallfahnen und die Geister von Blasinstrumenten, während manchmal ein Synthesizer-Ton genau zur richtigen Zeit auf sein Recht pocht.

Die Single „Maybe Psychic“ von Maya Ongaku ist auf dem Label Guruguru Brain erschienen.

 

Topsy Turvy (Wien):

Musikalisch verschreiben sich Topsy Turvy dem Garage-Rock, mit Hang zum Surf-Punk der US-Westküste. Schroffe, aber verspielte Gitarren, trockener Bass, zwischendurch quietscht der Synthesizer kräftig hinein wie in Toads on Roads. Der Gesang ist dabei gerne unkonventionell: jubelnd, schreiend, bisweilen opernhaft. Orientierungspunkte waren einerseits aktuelle Punkbands wie Amyl and the Sniffers, andererseits die “Girls in the Garage”-Reihe, die sich tief in die Welt weiblicher Garage-Rock-Bands der 1960er gräbt. Die Compilations haben es Topsy Turvy nicht nur wegen der Würdigung oftmals übersehener Frauenbands angetan, sondern auch, weil “alles einfacher, direkter, ehrlicher und weniger durchproduziert ist als vieles andere aus der Zeit – und im Vergleich zu den meisten heutigen Musikproduktionen sowieso”, sagt Pöttinger.

 

Laundromat Chicks (Wien):

Tobias Hammermüller, Lena Pöttinger (Topsy Turvy) Theresa Strohmer (Topsy Turvy)und Felix Schnabl (Salamirecorder) spielen Indie-Rock mit 1980er-Jahre-Breitseite, vornehmlich britischer Prägung. Damals schossen aus jedem Inseldorf Bands, die mit Schrumm-schrumm-Gitarren mehr oder weniger lieblichen Gitarrenpop spielten. Damit waren sie in guter Gesellschaft, denn nach der Zäsur von Punk wurde dieser formal schnell überwunden. Die Haltung, es einfach selbst zu versuchen, war aber geblieben und hatte mit Bands wie The Smiths oder den Housemartins Zugpferde, die nicht bloß als regionale Phänomene endete.

 

Doors: 20:00
Show: 20:30

Kartenreservierungen unter:
ida.duenser@gmx.net

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Weitere Veranstaltungen:

25. September

1914 (UA) + support: SWEEPING DEATH (DE)

2. Oktober

RETSU (UK) + I.O.N.U (AT)

10. Oktober

BULLET + S.O.R.M.

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